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Akupunktur - häufig gestellte Fragen

  • Akupunktur – was ist das? Bei der Akupunktur werden feine Nadeln in spezifische Punkte des Körpers - je nach Körperregion einige Millimeter bis Zentimeter - gestochen. Eventuell werden die Nadeln leicht nachgedreht, um den Punkt zusätzlich zu stimulieren. Die Stimulation der Akupunkturpunkte soll energetische Blockaden lösen, den Energiefluss des Körpers wieder anregen und Ungleichgewichte von Organsystemen ausgleichen. Oftmals wird Akupunktur mit anderen Therapieverfahren kombiniert - wie z. B. Schröpfen oder TDP-Lampe.
  • Muss man an Akupunktur glauben? Nein!  Ein sehr anschaulicher Beweis ist z. B. der Einsatz bei Pferden, Katzen und Hunden. Obwohl ein Tier wohl kaum an eine Heilmethode "glauben" kann, hat sich diese Methode auch bei Tieren bewährt. Hilfreich für eine erfolgreiche Behandlung ist natürlich trotzdem eine offene und positive Grundeinstellung – aber das gilt für alle Therapieformen.
  • Wie oft muss ich zur Behandlung kommen? Die Dauer und die Anzahl der notwendigen Behandlungen variieren sehr stark und hängen von der Art der Beschwerden ab. Eventuell können auch mehrere Behandlungsserien erforderlich sein.
  • Werden Akupunkturnadeln mehrfach verwendet? Nein. In meiner Praxis werden generell nur steril verpackte Einweg-Nadeln verwendet.
  • Wer kann eine Akupunkturbehandlung erhalten? Für eine Akupunkturtherapie gibt es keine Altersgrenze, auch hochbetagte Menschen können von ihr profitieren. Babys und Kleinkinder reagieren oft sogar besonders sensibel, hier genügt manchmal schon sanfte Massage entlang der Akupunkturpunkte (Akupunktmassage) oder eine schmerzlose Farb- oder Laserakupunktur. Für Schulkinder gibt es auch noch die Möglichkeit, mit extrem dünnen, schmerzarmen Nadeln zu behandeln. Viele Kinder kommen damit ausgezeichnet zurecht. Bei Erwachsenen entscheidet die körperliche Verfassung darüber, wie viele Nadeln gesetzt werden und wie fein sie sein sollen.
  • Kann ich auch als Kassenpatient in die privatärztliche Praxis kommen? Wir behandeln grundsätzlich alle Patienten unabhängig von ihrem Versichertenstatus. Dabei erhalten privat versicherte Patienten in der Regel alle Kosten erstattet. Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nur in Einzelfällen.
  • Wie wird abgerechnet? Wir erstellen allen Patienten für die Behandlungen eine Rechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Für die Privatbehandlung sind im Normalfall folgende Gebührensätze nach § 2 GOÄ vereinbart: der 1,8-fache Satz für technische Leistungen und der 2,3-fache für ärztliche Leistungen. Ärztliche Leistungen, die nicht in der GOÄ aufgeführt sind, werden nach § 6 Abs. 2 GOÄ analog bewertet. Selbstzahlern unterbreiten wir nach der Eingangsuntersuchung auf Wunsch einen konkreten Kostenvoranschlag.
  • Gibt es bei der Akupunktur Nebenwirkungen? Eine fachgerecht durchgeführte Akupunktur hat kaum Nebenwirkungen. Wie z. B. bei der Homöopathie können sich zu Beginn der Therapie einzelne Symptome vorübergehend verstärken, man spricht hier von der "Erst-Reaktion". Dies ist jedoch eher als ein Zeichen der Wirksamkeit der Behandlung zu werten. Gelegentlich kommt es zu leichten Blutergüssen oder blauen Flecken, auch kurze Kreislaufreaktionen können während einer Akupunkturbehandlung auftreten, normalisieren sich in der Regel aber schnell. Um Infektionen zu vermeiden, werden sterile Einmalnadeln aus Edelstahl verwendet. Nach einer Behandlung treten bei Patienten oft ein Müdigkeitsgefühl und eine verlangsamte Reaktionsfähigkeit auf, was aber eher positiv zu werten ist. Aus Sicherheitsgründen sollten allerdings nach einer Behandlung für etwa 30 Minuten größere Belastungen und unter Umständen auch das Führen eines Fahrzeugs vermieden werden.
  • Tut Akupunktur weh? Mit einem Durchmesser von 0,2-0,3 mm sind Akupunkturnadeln viel dünner als Injektionskanülen. Durch eine gute Stichtechnik und in entspannter Atmosphäre lassen sie sich nahezu schmerzfrei einführen, meist ist kaum mehr als ein leichtes Pieksen zu spüren. Es gibt allerdings Bereiche der Hautoberfläche, die stärker mit Nervenfasern versorgt sind und daher etwas sensibler auf den Einstich reagieren. Beim Stimulieren mit einer Akupunkturnadel sollte jedoch die gewollte, sogenannte Nadelsensation („De-Qi-Gefühl“: körperliche Empfindung an der behandelten Körperregion, die häufig als „schwer, warm, taub, leicht, kribbelnd o. Ä.“ beschrieben wird) eintreten. Diese Erscheinung ist nicht schmerzhaft, aber ein Kennzeichen dafür, dass die Energiezirkulation im Körper wunschgemäß aktiviert wurde.

Wichtiger Hinweis: Die angewendeten Behandlungsmethoden basieren zum allergrößten Teil auf Erfahrung. Der Einsatz dieser Behandlungsmethoden ist bei vielen Erkrankungen noch nicht nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin wissenschaftlich hinreichend abgesichert. Außer für die Indikationen chron. Kreuzschmerz, chron. Knieschmerz, chron. Schulterschmerz, Migräne, Spannungskopfschmerz und Allergie bezüglich der Behandlung mit Akupunktur existieren noch keine hochqualitativen randomisierten und kontrollierten Studien, die eine Wirksamkeit im Vergleich zu einer Kontrolltherapie nachweisen. Ein Erfolg kann nicht in jedem Behandlungsfall gewährleistet werden.

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